Musikverein                           
Achdorf e.V.                   
 

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Zunächst wandten sich die Verantwortlichen der jungen Gruppe mit diesem Anliegen an die Gemeindeverwaltung, aber auch diese vermochte die Sache nicht mehr aufzuhalten und Hauptlehrer Weiß trat seine neue Stelle mit Wirkung vom 01. Mai 1962 in Hüfingen an. Er ließ die Talemer Musiker aber nicht im Stich, sondern besuchte sie weiterhin jede Woche zweimal zu den Proben. Infolge seiner Versetzung konnte man auch den Schulsaal in Aselfingen nicht mehr als Probenraum benutzen. Doch Karl Baumann hat aus der Not geholfen, indem er selbstverständlich ein Zimmer in seinem Haus als Probenraum zur Verfügung stellte.

Im Mai 1962 wurde im Gasthaus Traube ein Sonderauftritt für die Gemeinde­verwaltung veranstaltet um zu zeigen, was bisher erreicht worden war. Als Ergebnis dieses Auftritts erhoffte man sich einen finanziellen Beitrag der Gemeinde, den die Musik dann auch in dankenswerter Weise bekam.

Von privater Seite gingen auch von Zeit zu Zeit Spenden ein, die immer dankbar angenommen wurden. Die Gruppe war ja über jede Mark froh, die nicht aus eigener Tasche bezahlt werden musste, denn die Finanzen der einzelnen Musiker waren durch die Instrumentenkäufe stark in Mitleiden­schaft gezogen worden. Mit neuem Mut und neuer Freude über die erhaltene finanzielle Hilfe wurden die Proben regelmäßig fortgesetzt. Wie ernst diese Proben genommen wurden, zeigte schon die Tatsache, dass auch während der Sommermonate nur eine Probe ausfiel. Zu dieser Zeit konnten wir auch wieder neue Musiker in unsere Reihen aufnehmen:

Klaus Burger, Franz Münch und Karl Bausch.

Am Erntedankfest wollte die Musik zum ersten Mal öffentlich auftreten, aber dazu wünschte sie sich eine große Trommel, damit das Ganze einen volleren Klang bekäme. „Wie aber sollte das finanziert werden?“ Das war wieder die große Frage, und an dieser wäre die Sache wahrscheinlich auch gescheitert, wenn nicht die Gemeindeverwaltung die Möglichkeit geboten hätte, sich das Geld durch das Streichen des Farrenstalls selbst zu verdienen. Unver­züglich ging es an die Arbeit, welche acht Samstage beanspruchte. Alle Musiker haben an den Arbeiten mit großem Einsatz teilgenommen. Nun konnte auch zum Erntedankfest die gewünschte Trommel angeschafft werden. Als nun die Stunde des ersten Auftritts geschlagen hatte und die Notenständer auf der Bühne des Gasthauses „Scheffellinde“ aufgestellt waren, um einige Volkslieder und leichte Märsche vorzutragen, klatschten die Gäste, noch bevor sie etwas zu Gehör bekamen, begeistert Beifall. Die Ver­anstaltung verlief zu voller Zufriedenheit der Gäste und der Musiker.

 

Neben all den Aktivitäten kam aber auch die Kameradschaft nicht zu kurz. Oft wurde sie bei geselligem Beisammensein im Vereinslokal gepflegt.