Musikverein                           
Achdorf e.V.                   
 

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Aus der Geschichte des MV Achdorf

 

 

Die kleine Runde, die sich in den Morgenstunden des 2. Januar 1962 im Gasthaus Traube in Aselfingen zusammengefunden hatte, diskutierte unter anderem auch über die Gründung einer Musikkapelle.

Vor allem war es Karl Baumann, der diesen Gedanken fasste und der auch seine ganze Energie aufbot, dieses in die Tat umzusetzen. Nicht weniger begeistert für dieses Vorhaben waren Erwin Riesle und der aus Heidenhofen stammende Hauptlehrer Herbert Weiß. Herbert Weiß erklärte sich auch gleich bereit, den Interessenten die Notenkenntnisse zu vermitteln, was für den Anfang auch das Wichtigste war. Er übernahm dann auch die musikalische Leitung des Musikvereins, und für diesen Einsatz sind ihm heute noch alle Musiker sehr dankbar. In den folgenden Tagen rührten Karl Baumann und Erwin Riesle tüchtig die Werbetrommel. Durch dieses Werben gesellten sich schon am 6. Januar 1962, Dreikönigstag, Franz Schreiber, Ludwig Schelb, Martin Weber, Wolfgang Burger und Manfred Keller zu dieser musikbegeisterten Gruppe dazu. Unverzüglich wurde an zwei Tagen der Woche im Schulsaal Aselfingen mit dem Notenlesen begonnen. Dann erst kam der schmerzliche Teil des Vorhabens, die Beschaffung von Instrumenten, die ja aus eigener Tasche bezahlt werden mussten. Eine Jazztrompete war bereits vorhanden und eine weitere bekamen wir leihweise vom  MV Blumegg. Wegen weiterer Instrumente, die benötigt wurden, wendeten sich die jungen Musiker, auf Anraten anderer Musikvereine, an das Musik­haus Reisser, Ulm, bzw. an dessen Vertreter, Herrn Keck vom Musikhaus Ellenrieder in Tuttlingen. Herr Keck besuchte die Musikerrunde kurz darauf und gab ihnen manche Ratschläge und wichtige Hinweise zu ihrem Vorhaben. Dafür möchte sich der Musikverein Achdorf e.V. ganz herzlich bedanken. Durch die unermüdliche Probenarbeit, die jetzt mit Instrumenten viel interessanter war als der trockene Notenunterricht vorher, wurden natürlich auch Zaungäste angelockt und erfreulicherweise bewirkte dies vermehrt Neuzugänge. Franz-Josef Zimmermann war der nächste, der in den Musikverein eintrat und sich bereit erklärte, den Bass (Tuba) zu übernehmen. Ursprünglich lag der Gedanke bei einer reinen Oberkrainermusik, doch diesen ließ man schon bald wieder fallen, nachdem weitere Neuzugänge ziemlich sicher waren, und man sich deshalb der Blasmusik zuwandte.

Zum ersten Mal bekamen die Einwohner des Untertals am Morgen des Schmutzigen Donnerstags „beim Wecken der Fastnacht“ diese Musik zu hören. Es war wohl noch ein ziemlich ungehobeltes "Hans blieb do", das die junge Musik von sich gab, aber die Freude der Zuhörer wurde dadurch nicht ge­schmälert. Erfreulich war, dass daraufhin weitere Neuzugänge zu ver­zeichnen waren. Es handelte sich bei diesen Neuzugängen um Franz Rösch und Franz Auer. Nach geraumer Zeit sah man auch ein, dass sich die Klarinetten bei einer so schwachen Besetzung von Blechinstrumenten ziemlich ungünstig beim Zusammenspiel auswirkten, und man entschloss sich, diese durch ein Flügelhorn und eine Trompete zu ersetzen.

Weniger erfreulich war für die Musik die Tatsache, dass sich Hauptlehrer Weiß aus beruflichen Gründen versetzen lassen musste. Nach bekannt werden dieser Nachricht sank die Motivation bei den Musikern auf den Nullpunkt.

„Sollte nun das eben Begonnene ein so jähes Ende nehmen?“